Warum Open World Spiele nur noch in Arbeit ausarten

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  • "BeHaind" (Behind) nennt sich der Youtuber und bringt das auf den Punkt was viele von uns fühlen. Fast 20 Minuten ist für viele bei einem YouTube-Video oft schon zu lang, doch bei diesem Vortrag merkt man das nicht, da der sehr interessant und informativ aufgebaut ist. Am ehesten verbinde ich seine Meinung mit RDR2. Argumente für so manch andere Spiele wecken die ein oder ander Erinnnerungen von jedem von uns.

    Ich denke, es gibt auch Gamer, die genau das wollen, was er kritisiert. ZB neben dem Spiel, also der Hauptstory, so viele interaktive Möglichkeiten so oft wie möglich nutzen zu können.

    Bei mir ist das immer ein Zwiespalt. Bei so manchem Spiel schlag ich 3 Kreuze, daß es endlich fertig ist (zB Max Pain 3), bei anderen wiederum bin ich enttäuscht, wenn das Spiel zu Ende ist, aber froh, wenn ich nach Storyende noch Aufgaben oder Herausforderungen zu Knacken hab (zB AC3, GTA 5)

    Auf jeden Fall guter Vortrag mit Zahlen und Fakten.

    Was haltet ihr von seiner Beurteilung? Könnt ihr bestätigen was er erzählt, oder seid ihr anderer Meinung?


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  • Der Zwiespalt besteht vor allem darin, dass die Spieleentwickler im Lauf der letzten Jahre immer mehr Games auf den Markt veröffentlicht haben, die eine weitaus größere Langzeitmotivation boten.

    In Anbetracht dessen, dass es in immer kürzeren Intervallen immer mehr Spiele veröffentlicht wurden und jedes davon ist irgendwas mit Open World, wo es gilt große Spielewelten zu erkunden, zig Sachen einzusammeln und mit einen Haufen NPCs zu interagieren usw., das mag viele heutzutage überfordern, die familien- und/oder berufsbedingt über wenig Zeit verfügen.

    (''Wie wär's denn mit 'nem Deathmatch in GTA, bevor Du zur Arbeit musst...?'' :2:lachen:

    - ''Wie wär's denn mit 'n paar auf's Maul...? Ich hab heute Doppelschicht...'' :2:rollendeaugen:)

    Selbst diejenigen, die über mehr Zeit verfügen, über die bricht doch mittlerweile nicht nur eine ''Spielewelt'' herein...


    Ich glaube, um ein erfülltes Gamer-Dasein zu haben, muss man sich heutzutage immer mehr spezialisieren,

    ansonsten wird einen das enorme Spieleangebot immer mehr erdrücken.

    Die Zeiten sind anscheinend endgültig vorbei, als man ein Spiel nach maximal 3 Tagen in die Ecke geschmissen hat, weil man alles gesehen, getan und erkundet hat, alle Missionen sind erfüllt, der Endgegner wurde auch schon in die Ewigen Jagdgründe befördert und das Maximallevel reicht auch nicht mehr aus, um das alles als eine Herausforderung anzusehen.

    Und jeder weitere Inhalt dient nur noch dazu, um ein Spiel künstlich am Leben zu erhalten.


    Die Spiele wurden in den letzten Jahren immer umfangreicher, die Spielewelten immer größer, die Graphiken immer prachtvoller, das Tätigkeitsfeld des Hauptakteurs immer vielfältiger, was auf den Next Gen-Plattformen immer mehr Speicherplatz beansprucht hat.


    Als Beispiel Red Dead Redemption 2 im Vergleich zu GTA V

    - RDR 2 hat bei mir auf der X Box One momentan ein Speichervolumen von 117 GB, und hier ist man was neue Inhalte anbetrifft noch in der Anfangsphase... GTA V kommt nach fünfeinhalb Jahren mit all den DLCs, die implmentiert wurden,

    gerade mal auf 79,4 GB


    - in der Story von RDR 2 bin im gerade mal bei 86,1 %, so viele Dinge gibt es noch einzusammeln, so viele Geheimnisse zu erforschen, so viele Wegbegleiter gilt es, mit denen zu interagieren, um am Ende den Erfolg ''Am Besten im Westen'' zu bekommen (Ingame-Erfolg für 100 % erfolgreichen Abschluss der Story, 100 Gamerscore-Punkte).

    Im Vergleich bei GTA V könnte ich jeden den hundertprozentigen Spielfortschritt nach 3 Tagen präsentieren, und da hätte ich das noch nicht mal permanent durchgespielt...


    - in RDR 2 ist der Tagesablauf von unzähligen NPCs von A bis Z voll durchgescriptet, die Dialoge sind weitaus abwechslungreicher als in GTA V, wo anscheinend von jedem NPC jeder zweite Satz wohl ''What ever...'' ist...

    Aber den Satz ''What ever...'' will ich an dieser Stelle gar mal kritisieren. Rockstar hält mit GTA V der heutigen Gesellschaft auf parodistische Art den Spiegel vor's Gesicht und will damit zum Ausdruck bringen, wie oberflächlich sie doch ist.

    Und in dem zeitlichen Kontext, in dem RDR 2 spielt, zwischen 1899 und 1907, da hatten sich die Menschen noch viel mehr zu erzählen, als wie das heute der Fall ist...

    Der Schattenstaat flüstert Trump zu: „Du wirst den Sturm nicht überstehen“
    Der Präsident flüstert zurück: „Ich bin der Sturm“


    Q - WWG1WGA


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    2 Mal editiert, zuletzt von WSVAndreas ()

  • Was haltet ihr von seiner Beurteilung?

    Da hätten weniger Worte auch gereicht, um auszudrücken das Alles sei zu viel des Guten. Ich kenne nur die ganz alten Spiele, in denen von Open World noch nicht die Rede war, plus den missratenen Silent Hunter plus GTAO. Und meine Absicht ist es in keinster Weise, das Spiel fertig zu spielen. Es ist eben nach eineinhalb Jahren Erfahrung so gut wie endlos. Der Autor hingegen will viel, aber nicht zu viel. Mit diesem Widerspruch muss er einfach leben. Kurz gesagt, er versucht in typisch journalistischer Art aus einem Furz einen Donnerschlag zu machen. Dazu passt der Schluss, wie aus einem Lehrbuch gegen billigen Journalismus: "Bleibt zu hoffen..."

    Gyro-Gearloose: And the best that you can hope for is to die in your sleep (Schlitz/Rogers)